Resebericht Kanada

Sarah: Meine Zeit in Kanada

2014 habe ich mich für eine fünfmonatige Reise mit meinem Backpack nach Kanada begeben. Schon lange hatte ich davon geträumt nach dem Abi für längere Zeit zu verreisen. Wider dem Erwarten vieler habe ich das Ende Februar umgesetzt und bin von Frankfurt über London nach Vancouver geflogen. Auch wenn der Start etwas holprig verlief – mein Backpack ging beim Flug verloren und tauchte erst mehrere Tage später wieder auf – begann damit eine wundervolle Zeit. Ich habe es geschafft in den fünf Monaten von der Westküste bis zur Ostküste und zurück zu reisen.

Dabei erlebte ich sowohl den kanadischen Winter, als auch den Sommer.

Da es mich nie lange an einem Ort hielt und ich stets Neues sehen wollte, habe ich zahlreiche Orte und Städte bereist. Dazu zählen Städte wie Vancouver, Calgary, Winnipeg, Toronto, Montreal, Quebec und Halifax. Diese zeigen bereits eine große Vielfalt auf, so ist hier das unterschiedlichste Programm möglich, von Sightseeing, über Wandern und den Genuss des Meeres. Des Weiteren bietet dieses Land natürlich unheimlich viel Natur, was mich am meisten an Kanada beeindruckt hat. Während im Westen auf Vancouver Island wunderschöne Regenwälder und Strände zum Wandern, Radfahren, Bearwatching und Whalewatching einladen, kann man in den Rocky Mountains und im Banff Nationalpark wunderbar Ski fahren und wandern. Im Osten auf Nova Scotia ist die Landschaft von steinigen Küsten geprägt und auf Prince Edward Island strahlt alles durch die rote Erde.

 

 

Meine wohl positivste Erfahrung machte ich mit der Gastfreundschaft vieler Kanadier. Erstmals erlebte ich diese in Nanton auf einer Rinderfarm. Dort wurde ich in der Familie aufgenommen und danach quer durch Kanada „gereicht“. Das erste Mal war ich im März in Nanton und später nochmals im Sommer, außerdem war ich auf Prince Edward Island auf der Farm der Cousine. In meiner „Farmzeit“ hatte ich die Möglichkeit mit den Familien zu wohnen und zu leben, dafür half ich unter anderem beim Füttern der Kühe, Schafe, Hühner, Enten und Schweine, beim Kochen, Bäume schneiden, bei der Gartenarbeit und beim Sättel einfetten. Eins meiner Highlights war, als wir bei einer benachbarten Farm zum Kälberbranding und Impfen eingeladen waren. Nicht nur, dass ich Kost und Logis bekam, die Familien gaben sich stets die größte Mühe, dass ich ihre Heimat und Umgebung kennenlerne. Des Weiteren hatte ich die Möglichkeit bei sämtlichen Familienmitgliedern zu wohnen, so lernte ich Tanten, Onkel und Freunde kennen, die mich bei sich aufnahmen und viele Ausflüge mit mir machten, so hatte ich die Chance das Land und die Kultur besser zu erleben, sowie meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Besonders schön war auch, als eine Freundin mich besuchte und wir gemeinsam auf Vancouver Island herumreisten.

 

 

Zum Abschluss bin ich mit meiner Schwester und meiner Cousine drei Wochen durch die USA, hauptsächlich an der Westküste entlang gereist. Ein fantastischer Abschluss für mein halbes Jahr auf Reisen.